Südafrika positioniert sich als Vorreiter in der Kryptolandschaft Afrikas, indem es plant, bis Ende März 2024 Lizenzen an etwa 60 Krypto-Plattformen zu vergeben. Dieser bahnbrechende Schritt würde Südafrika zu einer der ersten Nationen auf dem Kontinent machen, die von digitalen Vermögensaustauschplattformen verlangt, Betriebsgenehmigungen zu erhalten.
Die Entscheidung, Kryptowährungen als Finanzprodukte zu regulieren, folgt einer Reihe von prominenten Krypto-Betrügereien in Südafrika, die zu Milliardenverlusten geführt haben. Da digitale Währungen von den Randbereichen der Finanzwelt zum Mainstream übergegangen sind, ist der Bedarf an regulatorischer Aufsicht immer deutlicher geworden.
Die Finanzsektoraufsichtsbehörde (FSCA), die den Lizenzierungsprozess überwacht, wurde mit über 300 Anträgen von Krypto-Vermögensanbietern überschwemmt, die Genehmigungen beantragen. Laut FSCA-Kommissar Unathi Kamlana werden die Anträge aufgrund des überwältigenden Volumens methodisch in Phasen bearbeitet.
Kamlana enthüllte, dass die FSCA sich dazu entschieden hat, Krypto-Börsen unter den bestehenden Financial Advisory and Intermediary Services (FAIS) Act zu stellen, anstatt speziell für Kryptowährungen ein neues Regulierungsrahmenwerk zu entwickeln. Diese Gesetzgebung konzentriert sich darauf, die Ehrlichkeit, Integrität und Kompetenz aller Finanzdienstleister durch strenge "fit-and-proper"-Anforderungen sicherzustellen.
Der Lizenzierungszeitraum, der vom 1. Juni bis zum 30. November 2023 lief, ermöglichte es bestehenden Krypto-Plattformen, weiter zu betreiben, während sie sich an die neuen Compliance-Checks anpassten. Ein Versäumnis, bis zum Fristende eine Lizenz zu erhalten, könnte zu Vollstreckungsmaßnahmen durch die FSCA führen.