Neue Anti-Geldwäsche-Gesetzgebung in Europa sorgt für Datenschutzbedenken bei Krypto-Nutzern
Die kürzlich von der Mehrheit des Führungsausschusses des EU-Parlaments genehmigte neue Anti-Geldwäsche-Gesetzgebung in Europa hat Datenschutzbedenken bei EU-Krypto-Nutzern ausgelöst.
Informationen zur neuen Gesetzgebung
Der EU-Parlamentsmitglied Patrick Breyer teilte die Neuigkeiten auf X. mit. Laut dem Beitrag soll die Verordnung in drei Jahren in Kraft treten, könnte jedoch möglicherweise früher umgesetzt werden.
Der Beitrag besagt außerdem, dass Barzahlungen über €10,000 oder anonyme Bartransaktionen über €3,000 verboten werden. Das Verbot gilt auch für Zahlungen von Selbstverwahrungs-Wallets an gehostete Wallets bei Krypto-Dienstleistern wie Krypto-Börsen.
Standpunkt von Patrick Breyer und Patrick Hansen
Breyer argumentiert, dass die Gesetzgebung eher ehrliche Bürger beeinträchtigen könnte als kriminelle Aktivitäten einzudämmen. Er betont die legitimen Verwendungszwecke anonymer Zahlungen wie Spenden an Personen wie Alexei Nawalny und Organisationen wie WikiLeaks.
Patrick Hansen, Leiter Forschung und Politik bei Circle, stellt klar, dass die Medienberichterstattung über das Verbot von Selbstverwahrungs-Wallets und anonymen Transaktionen in der EU fehlerhaft war.
Die neuen AML-Gesetze gelten nur für Krypto-Vermögensdienstleister wie Börsen und Broker, die unter der MiCA reguliert sind. Anbieter von Selbstverwahrungs-Wallets wie MetaMask oder Ledger sind nicht betroffen.
Auswirkungen auf Krypto-Nutzer
Zusätzlich sind bestehende AML-Vorschriften bereits gegen die Bereitstellung anonymer Konten und Konten für Datenschutzmünzen für diese Krypto-Vermögensdienstleister. Transfers von Dienstleistern zu Selbstverwahrungs-Wallets erfordern die Erfassung von Daten, die Hansen zufolge bereits unter der Funds Transfer Regulation (TFR) vorhanden sind.
Darüber hinaus sind Peer-to-Peer-Transfers explizit von der Verordnung ausgeschlossen. Das Bezahlen mit nicht-KYC'd Selbstverwahrungs-Wallets an Händler kann jedoch je nach Setup der Händler schwieriger oder verboten werden.