Pläne zur Einführung von Bitcoin und Ethereum ETNs an der Londoner Börse
Die Londoner Börse (LSE) hat angekündigt, am 28. Mai Börsennotierte Produkte (ETNs) für Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) einzuführen, die es Anlegern ermöglichen, Investitionsprodukte zu nutzen, die die Wertentwicklung dieser Kryptowährungen verfolgen.
Antragsstellung und Anforderungen für die Genehmigung
Anträge für Krypto-ETNs können ab dem 8. April eingereicht werden, und die erfolgreichen Fonds sollen im Folgemonat gelistet werden, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Financial Conduct Authority (FCA) des Landes. Emittenten müssen bis zum 15. April einen Entwurf des Prospekts und ein Schreiben einreichen, in dem sie erläutern, wie sie die Anforderungen für ETNs erfüllen.
Bedingungen für die Genehmigung
Um genehmigt zu werden, müssen die Krypto-ETNs physisch hinterlegt, nicht gehebelt, auf einem zuverlässigen Wert basierend auf dem zugrunde liegenden Marktpreis und ausschließlich in BTC oder ETH denominiert sein. Darüber hinaus müssen die zugrunde liegenden Vermögenswerte in der Kaltlagerung von einem für Anti-Geldwäsche-Vorschriften lizenzierten Treuhänder im Vereinigten Königreich, der Europäischen Union oder den Vereinigten Staaten gehalten werden.
Einschränkungen und regulatorische Vorgaben
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese ETNs nur für professionelle Anleger erhältlich sein werden, da die UK FCA seit Januar 2021 den Verkauf von Krypto-Derivaten und ETNs an Privatanleger untersagt hat.
Stärkung der Regulierungsmaßnahmen
In ihrem Zwei-Jahres-Plan hat die FCA ihre Absicht bekundet, Maßnahmen gegen Marktmissbrauch im Kryptobereich zu verschärfen. Im Oktober des vergangenen Jahres setzte die FCA neue Vorschriften für die Vermarktung von Krypto um und betonte ihr Engagement, konsequent gegen mögliche Verstöße vorzugehen.