Anklage gegen KuCoin für Verstoß gegen Anti-Geldwäsche-Gesetze in den USA

Am Dienstag erhoben die US-Bundesanwälte Anklage gegen die Kryptobörse KuCoin und zwei ihrer Gründer wegen Verstoßes gegen Anti-Geldwäsche-Gesetze. Die Anklage besagte, dass die Börse in den USA tätig war, mindestens einem Investor gegenüber über ihre Tätigkeit in den USA gelogen hat und es versäumt hat, sich bei US-Bundesbehörden zu registrieren und ein Anti-Geldwäsche-Programm aufrechtzuerhalten.

Verletzung von Anti-Geldwäsche-Gesetzen und mangelnde Registrierung

Das US-Justizministerium erklärte in einer Anklage, dass KuCoin und die Gründer Chun Gan und Ke Tang KuCoin als Geldüberweisungsgeschäft mit über 30 Millionen Kunden betrieben haben, jedoch bis 2023 kein "Know Your Customer" (KYC) oder Anti-Geldwäsche-Programm implementiert hatten und selbst dann galt das KYC-Programm nicht für bestehende Kunden. Weder Gan noch Tang wurden festgenommen, so das Justizministerium in einer Pressemitteilung.

Die Anklage besagte auch, dass KuCoin sich nicht bei der US-Finanzkriminalitätsbekämpfungsnetzwerk als Geldtransaktionsgeschäft registrierte.

Missbrauch für Geldwäsche und illegale Aktivitäten

Dadurch, dass KuCoin keine KYC- oder AML-Programme implementiert hatte, "machte es sich verfügbar, um genutzt zu werden, und wurde tatsächlich für das Durchführen von Geldwäsche im Zusammenhang mit verdächtigen und kriminellen Aktivitäten genutzt, darunter Erlöse aus Sanktionsverstößen, Darknet-Märkten und Malware-, Ransomware- und Betrugsschemata", so die Anklage.

Die CFTC reichte ebenfalls Klage gegen KuCoin ein, und behauptete, dass das Unternehmen, das sowohl Spot- als auch Futures-Handelsdienste anbietet, sich nicht als Futures-Commission-Händler, Swap-Ausführungseinrichtung oder benannte Vertragsmärkte registriert habe. In ihrer Klage wurde auch behauptet, dass KuCoin das Äquivalent eines KYC-Programms der CFTC nicht implementiert hatte.

Letzten Endes kämpfen sowohl die CFTC als auch das DOJ um Geldstrafen, Handelsbeschränkungen und Verfügungsverbote, während das DOJ neben strafrechtlichen Sanktionen auch eine Beschlagnahmung anstrebt.

In einer Erklärung bezeichnete Homeland-Security-Investigations-Sonderermittler Darren McCormack KuCoin als "eine angebliche milliardenschwere kriminelle Verschwörung" und wies darauf hin, dass es sich um eine der größten Kryptobörsen handelte.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Klagen und die Anschuldigungen weiterentwickeln und welchen Einfluss sie auf die Kryptomärkte haben werden.