Ex-FTX-CEO Sam Bankman-Fried wegen Betrug und Geldwäsche zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt

Am besagten Donnerstag wurde der ehemalige FTX-CEO Sam Bankman-Fried von einem Bundesrichter zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er wegen sieben Anklagepunkten wegen Drahtbetrugs und Geldwäsche schuldig befunden wurde.

Das Betrugsschema und Enthüllungen durch Coindesk

Das Betrugsschema war recht einfach: Zusammen mit seinen Partnern hatte er eine Börse namens FTX gegründet, die Kundeneinlagen in Kryptowährungen investierte und handelte. Ein Teil dieser Einlagen wurde heimlich an sein anderes Unternehmen, den Hedgefonds Alameda Research, geleitet, den er ursprünglich zur Arbitrage von Preisunterschieden bei Kryptowährungen in verschiedenen Ländern geschaffen hatte. Durch dieses Vorgehen sollte unter anderem das proprietäre Kryptotoken von FTX, FTT, unterstützt werden.

Ende einer Ära und Ausblick auf die Zukunft des Krypto

Diese Verurteilung markiert das Ende einer Ära in Krypto, die von „greater-fool“-Schnellreichwerden-Systemen auf dem Weg nach oben geprägt war. Jetzt bahnt sich möglicherweise eine realistischere Phase in der Welt der Kryptowährungen an, in der Softwareentwickler endlich nützliche Anwendungen auf einer der vielen Blockchains bauen, die seit der ersten Vorstellung der ursprünglichen Blockchain durch den pseudonymen Satoshi Nakamoto im Oktober 2008 aufgetaucht sind.

Skepsis gegenüber der Entwicklung von Wert schaffenden Startups

Trotz diesen Aussichten haben viele Blockchain-Anwendungen bisher hauptsächlich der Spekulation gedient. Es fehlt ein klarer Durchbruch in Form einer Erfolgsgeschichte für Blockchains. Die meisten Blockchain-Startups weisen entweder unzureichende Cashflows oder keine ausreichende Profitabilität auf, um an die Börse zu gehen. Die Zukunft von Kryptowährungen könnte sich darauf beschränken, eine Alternative zu nationalen Währungen zum Speichern und Austauschen von Wert darzustellen.

Bitcoin als Wertspeicher und Tauschmittel

Warum also Bitcoin anstelle der neueren Münzen? Weil die anderen Münzen fast ausschließlich auf Glauben, Vertrauen und Magie basieren. Bitcoin hingegen wird durch etwas Reales und Greifbares gestützt: Energie. Infolge seines Proof-of-Work-Modells ist die einzige Möglichkeit, neue Bitcoins zu erzeugen und zu validieren, der Verbrauch von Energie. Energie treibt die Realwirtschaft an, und solange die Nachfrage nach Bitcoin stabil bleibt, sollte der Preis theoretisch dem Preis von Elektrizität folgen.