Kontroverse um SEC-Regel wird von Präsident Biden wiederbelebt

Eine wenig bekannte Regel, die von der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) vorgeschlagen wurde und von einer Vielzahl von Finanzunternehmen - insbesondere Banken - abgelehnt wird und vehement von der Mehrheit der Kryptoindustrie bekämpft wird, wird im Wesentlichen von Präsident Joseph Biden wiederbelebt.

Abstimmung im Repräsentantenhaus über SEC-Regeländerung

Am Mittwoch hat das Repräsentantenhaus mit einer Mehrheitsentscheidung beschlossen, die SEC-Staff Accounting Bulletin (SAB) 121 zu kippen. In einem unerwarteten Twist hat Biden jedoch gewarnt, dass er das Gesetz mit einem Veto blockieren werde.

Kritik an der SEC-Regel und Forderungen nach Änderungen

Kritiker bezeichnen SAB 121 als "obskur", "Diktat" und "schädliches Unkraut". Seit 2022 müssen digitale Vermögensverwalter die von ihnen in Namen der Kunden gehaltenen Vermögenswerte in ihren eigenen Bilanzen als Verbindlichkeiten behandeln und zusätzliches Kapital vorhalten, um diese Verbindlichkeiten auszugleichen.

Umstrittene Regelung erzeugt Unzufriedenheit

Krypto-Befürworter und auch Banken und andere Finanzunternehmungen sehen die Regelung als belastend und kapitalintensiv an. Die SEC erließ SAB 121 ohne vorherige öffentliche Überprüfung und Kommentarphasen.

Weitere Entwicklungen und Biden droht mit Veto

Es waren Reps. Wiley Nickel (D-N.C.) und Mike Flood (R-Neb.), die den von Biden angedrohten Vetoentwurf einbrachten, was als Unterstützung für den SEC-Vorsitzenden Gary Gensler angesehen wird. Gemäß der Biden-Administration würde eine Einschränkung der Fähigkeit der SEC, einen umfassenden und effektiven regulatorischen Rahmen für Krypto-Vermögenswerte aufrechtzuerhalten, erhebliche finanzielle Instabilität und Marktentunsicherheit mit sich bringen.