Genehmigung zur Rückgabe von $3 Milliarden an Kunden in Krypto-Konkursliquidation
Von Dietrich Knauth
NEW YORK (Reuters) - Das Krypto-Unternehmen Genesis Global erhielt am Freitag die gerichtliche Genehmigung, rund $3 Milliarden in bar und Kryptowährung an seine Kunden in einer Konkursliquidation zurückzugeben, wodurch sein Besitzer, Digital Currency Group, keine Entschädigung aus dem Konkurs erhielt.
Gericht genehmigt Genesis' Liquidationsplan in Kapitel 11
US-Konkursrichter Sean Lane genehmigte Genesis' Kapitel 11 Liquidationsplan und wies den Einspruch von DCG zurück, der argumentiert hatte, dass Genesis seinen Kunden und Gläubigern nicht mehr als den Wert der Krypto-Assets zahlen sollte, als Genesis im Januar 2023 Konkurs anmeldete.
Kryptopreise sind seit dem Konkurs von Genesis stark gestiegen, und DCG und Genesis waren sich uneinig darüber, wer von dem Preisanstieg profitieren sollte. Bitcoin war zum Beispiel im Januar 2023 $21.084 wert, verglichen mit seinem aktuellen Preis von $67.000.
Ablehnung des Einspruchs von DCG
Lane wies den Einspruch von DCG zurück und entschied, dass selbst wenn die Kundenansprüche auf die niedrigeren Preise begrenzt wären, Genesis vielen anderen Gläubigern Geld zahlen müsste, darunter bundesstaatliche und staatliche Finanzregulierungsbehörden, die Ansprüche in Höhe von $32 Milliarden geltend gemacht hatten, bevor sie ihrem Eigenkapitalbesitzer DCG Geld geben könnten.
"Es gibt bei weitem nicht genug Vermögenswerte, um in diesen Fällen eine Entschädigung für DCG bereitzustellen", schrieb Lane.
Genesis zahlt den Kunden, soweit möglich, in Kryptowährung zurück, hat aber nicht genügend Kryptowährung, um alles zu begleichen, was es schuldet.
Uneinigkeit über Kundenentschädigungen
Der Anwalt von Genesis, Sean O'Neal, sagte am Freitag, dass das Unternehmen nicht der Ansicht sei, dass Kunden basierend auf den niedrigeren Kryptowährungspreisen im Januar 2023 "vollständig" entschädigt werden könnten, wie von DCG behauptet.
"Wir sind nicht der Meinung, dass die Ansprüche auf den Datumswert des Antrags begrenzt sind", sagte O'Neal.
Genesis schätzte im Februar, dass es seinen Kunden je nach zukünftigen Preisfluktuationen bis zu 77% des Wertes ihrer Ansprüche zahlen könnte.
DCG konnte am Freitagabend nicht sofort für eine Stellungnahme erreicht werden.
(Berichterstattung von Dietrich Knauth; Bearbeitung von Sandra Maler und Leslie Adler)