Wisconsin’s Pensionsplan investiert in Bitcoin
Die hinzufügung von zwei Spot-Bitcoin-ETFs zum Portfolio des Pensionsplans von Wisconsin im ersten Quartal war wahrscheinlich nur der Anfang der Investitionen dieses US-Bundesstaates in Krypto, sagte David Krause, Professor für Finanzen an der in Milwaukee ansässigen Marquette University.
Die SWIB kaufte Aktien von BlackRock’s iShares Bitcoin Trust (IBIT) und Grayscale’s Bitcoin Trust (GBTC) im Wert von 164 Millionen Dollar zum 31. März, wie eine im Mai bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingereichte Mitteilung enthüllte.
Branchenüberraschung und historische Innovation
Die Nachricht schockierte die Branche, da große Institutionen, insbesondere Pensionsfonds, normalerweise nicht in junge ETFs wie die Spot-Bitcoin-ETFs investieren. Doch das Investment Board des Staates war schon früher ihrer Zeit voraus, sagte Krause in einem Interview mit PBS Wisconsin.
„Das Investment Board von Wisconsin war schon immer innovativ“, sagte er. „Dies ist ein vollständig finanzierter Pensionsfonds, sodass sie in gewisser Weise den Luxus haben, langfristig zu investieren. Sie müssen sich nicht so sehr um Liquidität sorgen wie zum Beispiel der Pensionsfonds des Staates Illinois, der nur zu 50 % finanziert wird,“ fügte er hinzu.
Ende 2023 verwaltete die SWIB laut ihrer Website rund 156 Milliarden Dollar an Vermögenswerten, was bedeutet, dass ihre Bestände an den Bitcoin-ETFs vernachlässigbare 0,1 % ihres Portfolios ausmachten.
Zukunftsaussichten und andere Investoren
Krause sagte jedoch, dass die Investition nur ein „Zehen-dip ins Wasser“ sei und er erwartet, dass die SWIB diesen Betrag erhöhen wird und andere Pensionsfonds schließlich folgen werden.
„Ich denke, es ist nur ein Einstiegspunkt. Ich denke, sie testen, um die Reaktion der Öffentlichkeit zu sehen, ob es Widerstand gegen den Besitz davon gibt, und verwenden es als Probelauf, da es das Portfolio wirklich nicht wesentlich beeinflussen wird, bis man vielleicht eine Position von 1 % oder 2 % erreicht,“ sagte er.
Fast 500 institutionelle Investoren enthüllten Zuweisungen in die Spot-Bitcoin-ETFs in den ersten drei Monaten des Jahres. Der größte Besitzer zum 31. März war der Hedgefonds Millennium Management, der 2 Milliarden Dollar an Beständen in mehreren Fonds enthüllte, was ungefähr 3 % seiner gesamten verwalteten Vermögenswerte ausmacht.