Deutsche Bank arbeitet mit Bitpanda zusammen

Von Elizabeth Howcroft

AMSTERDAM (Reuters) - Deutsche Bank wird mit Bitpanda zusammenarbeiten, um Kundeneinlagen und -abhebungen für die österreichische Kryptobörse zu verarbeiten, teilten die Unternehmen Reuters mit.

Die Kryptoindustrie hatte zuvor Probleme, Bankpartner zu finden, insbesondere nach dem Zusammenbruch von Silvergate Capital Corp, Signature Bank und Silicon Valley Bank im Jahr 2023, die eine hohe Konzentration von Krypto-Kunden hatten.

Integration von Mainstream-Finanzdienstleistungen

Doch im jüngsten Zeichen dafür, dass sich die Krypto-Welt näher an die Mainstream-Finanzen bewegt, wird die Deutsche Bank Bitpanda-Nutzern in Deutschland lokale Bankkontonummern zur Verfügung stellen.

Das bedeutet, dass Einzahlungen oder Abhebungen von Fiat-Währungen bei Bitpanda über die größte Bank Deutschlands abgewickelt werden. Einige Banken erlauben ihren Kunden nicht, Gelder an Kryptobörsen zu überweisen.

Die in Wien ansässige Bitpanda, die 2014 gegründet wurde, gibt an, mehr als 4 Millionen Nutzer zu haben und Produkte wie Bruchteilaktien, Kryptowährungen und Edelmetalle anzubieten.

Vorsichtiger Ansatz zur Risikominimierung

Regulierungsbehörden haben Bedenken geäußert, dass Unruhen auf dem Kryptomarkt in die Mainstream-Finanzwelt überschwappen könnten, da die Verbindungen zwischen beiden immer enger werden, obwohl Analysten sagen, dass die Konnektivität nach wie vor begrenzt ist.

Olle Matthiessen, globaler Leiter des Cash Managements bei der Deutschen Bank, sagte, man habe einen "sehr vorsichtigen" Ansatz gewählt.

"Wir arbeiten nur mit sehr ausgewählten Partnern und Kunden, die starke Compliance-Prozesse nachweisen, in einem regulierten Umfeld agieren und unseren erhöhten Erwartungen aus einer Risikoperspektive entsprechen", sagte Matthiessen in einer E-Mail-Kommentierung.

Die Deutsche Bank ist nicht in den Transfer von Kryptowährungen im Rahmen der Bitpanda-Vereinbarung eingebunden, sondern unterstützt die Kunden beim Transfer in und aus ihrem Portfolio und unterstützt die Treasury- und Zahlungsprozesse von Bitpanda, sagte Matthiessen.

Kilian Thalhammer, globaler Leiter der Händlerservices bei der Deutschen Bank, sagte, man wolle die "Bank der Wahl für die Plattformen mit hohem Potenzial" in der Welt des virtuellen Asset-Investing sein.

Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte, dass die Bank eine ähnliche Partnerschaft mit der in Hongkong ansässigen Kryptobörse Hashkey hat, aber dass Bitpanda der erste derartige Kunde in ihrer Region Europa, Naher Osten und Afrika ist.

Bitpanda ist bereits ein Firmenkunde der Deutschen Bank in Österreich und Spanien, diese Kooperationen sind jedoch nicht kundenorientiert, sagte ein Sprecher der Börse.

(Berichterstattung von Elizabeth Howcroft; Redaktion: Tommy Reggiori Wilkes und Alexander Smith)