Die Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz (KI) und Kryptowährung
Die Schnittstelle von künstlicher Intelligenz (KI) und Kryptowährung könnte die globale Wirtschaft erheblich stärken und bis 2030 möglicherweise 20 Billionen Dollar zum globalen BIP hinzufügen, wie aus einem neuen Bericht des digitalen Vermögensverwalters Bitwise hervorgeht.
Bitwise Senior Crypto Research Analyst Juan Leon betonte das immense Potenzial der Zusammenarbeit zwischen der KI- und der Kryptoindustrie in einem Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde. „Die Schnittstelle von KI und Krypto wird noch größer sein, als die Leute sich vorstellen“, schrieb Leon und hob die wachsende Synergie zwischen diesen beiden transformativen Technologien hervor.
Zusammenarbeit zwischen Bitcoin-Minern und KI
Ein bemerkenswerter Bereich der Zusammenarbeit ist die aufkommende Partnerschaft zwischen Bitcoin-Minern und KI, die beide Felder revolutionieren könnte. Da die KI weiterhin boomt, ist die Nachfrage nach Rechenzentren, KI-Chips und Strom gestiegen, was einzigartige Möglichkeiten für Bitcoin-Miner schafft.
Das schnelle Wachstum der KI-Industrie hat Unternehmen wie Nvidia zu beispiellosen Höhen getrieben. Nvidia erreichte kürzlich eine Marktkapitalisierung von 3 Billionen Dollar und ist damit das drittgrößte Unternehmen weltweit, nur nach Microsoft und Apple. Dieses explosive Wachstum treibt ein intensives Rennen um die „KI-Vorherrschaft“ an und führt zu einem erheblichen Mangel an Rechenzentren, KI-Chips und Zugang zu Strom. Den Prognosen von Leon zufolge werden die vier größten Cloud-Unternehmen der Welt — Amazon, Google, Meta und Microsoft — im nächsten Jahr fast 200 Milliarden Dollar für neue Rechenzentren ausgeben.
Herausforderungen und Möglichkeiten
Die Nachfrage übersteigt jedoch das Angebot, wobei mehr als 80% der sich im Bau befindlichen Rechenzentrums-Kapazität bereits im Voraus vermietet sind, wie von der Immobilienfirma CBRE Group berichtet wird. Dieser Mangel stellt eine erhebliche Herausforderung für die KI-Industrie dar.
Bitcoin-Miner verfügen über wertvolle Infrastrukturen, die einige der wachsenden Schmerzen der KI-Industrie lindern könnten. Obwohl die in der Bitcoin-Mining verwendeten anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen (ASICs) nicht für KI-Anwendungen geeignet sind, könnten die umfangreichen Speicher-, Kühlsysteme und der Zugang zu billiger Energie der Miner umgestaltet werden, um die rechenintensiven Anforderungen der KI zu unterstützen. Diese Infrastruktur ist entscheidend für die großen Rechenzentren, die benötigt werden, um die riesigen Datenmengen zu speichern und zu verarbeiten, die von KI-Systemen generiert werden.