Die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) hat über einen signifikanten Anstieg ihrer Interventionen gegen Finanzwerbung, einschließlich solcher im Zusammenhang mit Kryptowährungen, berichtet.
Im Jahr 2023 zog die FCA über 10.000 Finanzanzeigen und andere Werbemaßnahmen zurück oder änderte sie, was einem Anstieg von 17% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Aufsichtsbehörde veröffentlichte auch 2.285 Warnhinweise, um Verbraucher davor zu schützen, Geld an betrügerische Machenschaften zu verlieren, im Vergleich zu 1.800 im Jahr 2022.
Nach der Gewährung neuer Befugnisse durch die Regierung hat sich die FCA auf illegale Werbemaßnahmen im Zusammenhang mit Kryptoassets konzentriert, die sich an britische Verbraucher richten. Zwischen dem 8. Oktober und dem 31. Dezember 2023 gab die Aufsichtsbehörde 450 Verbraucherwarnungen gegen Unternehmen heraus, die an solchen Aktivitäten beteiligt sind.
Die FCA äußerte Bedenken über den Anstieg von Influencern, die Finanzprodukte wie Kredite und Investitionen in sozialen Medien bewerben und dabei oft jüngere Zielgruppen ansprechen.
Lucy Castledine, Direktorin für Verbraucheranlagen bei der FCA, erklärte:
Ab dem 7. Februar 2024 benötigen autorisierte Unternehmen eine Erlaubnis der FCA, um Werbemaßnahmen für nicht regulierte Personen zu genehmigen. Diese Maßnahme stellt sicher, dass Unternehmen, die Finanzwerbung genehmigen, über die notwendige Kompetenz und Expertise verfügen.
Die Maßnahmen der FCA werden vom Verbraucherpflichtgesetz gestützt, das im Juli 2023 in Kraft trat. Der Verbraucherpflicht zufolge müssen Unternehmen nachweisen, dass sie Verbrauchern Informationen bereitstellen, die ihnen bei der effektiven und informierten Entscheidungsfindung über Finanzprodukte und -dienstleistungen helfen.
Die FCA hat betont, dass sie auch 2024 weiterhin entschlossene Maßnahmen gegen Unternehmen ergreifen wird, die illegale Finanzwerbung betreiben.