Ein US-Richter hat am Freitag das Schuldeingeständnis von Binance und die Zahlung einer Strafe von mehr als 4,3 Milliarden Dollar wegen Verstoßes gegen bundesweite Anti-Geldwäsche- und Sanktionsgesetze durch Sicherheitslücken bei den internen Kontrollen an der weltweit größten Kryptowährungsbörse akzeptiert.

Richter des Bundesbezirks Richard Jones in Seattle stimmte dem Schuldeingeständnis zu, das eine Strafe von 1,81 Milliarden Dollar und eine Einziehung von 2,51 Milliarden Dollar beinhaltet, etwa eine Stunde, nachdem die Regierung Änderungen am Kaution von Binance-Gründer Changpeng Zhao vorschlug, was von Zhaos Anwälten beanstandet wurde.

Das im November angekündigte Schuldeingeständnis von Binance löste eine jahrelange Untersuchung ab, die ergab, dass die Börse es versäumt hatte, mehr als 100.000 verdächtige Transaktionen mit terroristischen Gruppen wie Hamas, al-Qaida und dem Islamischen Staat im Irak und Syrien zu melden.

Die Staatsanwaltschaft sagte, dass die Plattform von Binance auch den Verkauf von Materialien zum sexuellen Missbrauch von Kindern unterstützte und einer der größten Empfänger von Lösegeldzahlungen war.

In einer Erklärung am Freitag gab Binance an, die Verantwortung übernommen zu haben, ihre Anti-Geldwäsche- und "Know-Your-Customer"-Protokolle verbessert zu haben und "erhebliche Fortschritte" bei den erforderlichen Änderungen nach dem Schuldeingeständnis gemacht zu haben.

Zhao ist nach einem Schuldeingeständnis im November ebenfalls gegen eine Kaution von 175 Millionen Dollar in den USA frei.

Sein Schuldeingeständnis beinhaltete eine Geldstrafe von 50 Millionen Dollar und die Auflage, dass er als CEO von Binance zurücktreten muss.

In einer Gerichtseinreichung sagten die Staatsanwälte, dass die vorgeschlagenen Änderungen der Kaution dazu dienen sollen, den Anordnungen von Jones gerecht zu werden, wonach Zhao bis zu seiner Verurteilung am 30. April in den kontinentalen Vereinigten Staaten bleiben und von einem Gerichtsbeamten überwacht werden muss.

Die Bedingungen umfassen, dass Zhao drei Tage im Voraus über Reisepläne informieren, seine Reisepässe abgeben und seinen derzeitigen Wohnsitz beibehalten muss, es sei denn, er erhält die Genehmigung für eine Änderung.

Die Vorlaufsbeamten empfehlen außerdem, dass Zhao ebenfalls einer Standortüberwachung unterliegt.

Die Staatsanwälte gaben an, dass sie die Änderungen bereits mehrmals mit Zhaos Anwälten besprochen haben, jedoch "diesem Antrag in der vorliegenden Form widersprechen".

Zhaos Anwälte reagierten nicht unverzüglich auf Anfragen zur Stellungnahme.

Die Verfahren lauten auf U.S. gegen Binance Holdings Ltd, Bundesbezirksgericht, Westbezirk von Washington, Nr. 23-cr-00178, und U.S. gegen Zhao im gleichen Gericht, Nr. 23-cr-00179.