Die in Hongkong ansässige Kryptowährungsbörse BitForex hat plötzlich geschlossen und die Nutzer im Zustand der Verwirrung und Angst zurückgelassen. Die Börse stellte alle Operationen am 23. Februar ohne vorherige Warnung oder Erklärung ein und ist auf allen offiziellen Kommunikationskanälen verstummt. Diese plötzliche Schließung hat Befürchtungen eines möglichen Exit-Scams ausgelöst, da signifikante Abflüsse digitaler Währungen aus den Hot Wallets von BitForex vor der Schließung festgestellt wurden.
Nutzer berichten, dass sie keinen Zugriff auf ihre Konten haben, einige berichten von Null-Guthaben und gelöschten Nachrichten, in denen Bedenken im Telegramm-Kanal der Plattform geäußert werden. Das Schweigen der Börse hat Ängste weiter verstärkt und die Nutzer ohne Informationen über den Status ihrer Mittel zurückgelassen.
Dieses Ereignis hat erhebliche Auswirkungen auf den OMI-Token, eine Kryptowährung, die mit einem bedeutenden NFT-Marktplatz verbunden ist. Aufgrund des Besitzes eines Großteils des OMI-Angebots durch BitForex ist der Preis des Tokens um über 88 % gefallen. Darüber hinaus ist der Zugriff auf die BitForex-Website jetzt eingeschränkt, nur noch wenige Support-Seiten sind zugänglich.
BitForex hat eine kontroverse Geschichte, da sie zuvor wegen des Betriebs ohne ordnungsgemäße Registrierung bemängelt und beschuldigt wurde, Handelsvolumen vorzutäuschen. Angesichts der aktuellen Situation ist eine Telegramm-Gruppe namens "Opfer von BitForex" entstanden, in der Nutzer zusammenkommen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und potenzielle Möglichkeiten zur Wiedergutmachung zu erkunden. Einige Nutzer haben bereits Beschwerden bei Regulierungsbehörden eingereicht und andere ermutigen, dasselbe zu tun, während sie auch versuchen, durch verschiedene Kanäle auf die Situation aufmerksam zu machen.