Südkorea und die Vereinigten Staaten werden Gespräche zur Regulierung von Kryptowährungen und digitalen Vermögenswerten führen. Der Leiter der südkoreanischen Finanzbehörde, Gouverneur Lee Bok-hyun, wird im Mai mit dem Vorsitzenden der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde, Gary Gensler, zusammenkommen, um zwei zentrale Themen zu diskutieren: die Klassifizierung von nicht fungiblen Tokens (NFTs) und die Genehmigung von Bitcoin-Börsengehandelten Fonds (ETFs).
Aktuell stuft Südkorea NFTs nicht als "virtuelle Vermögenswerte" ein, was bedeutet, dass sie nicht unter die Aufsicht der Finanzregulierungsbehörden fallen. Dieses Treffen soll klären, ob NFTs ähnlich klassifiziert werden sollten, was sie möglicherweise strengeren Regeln unterwerfen würde, die derzeit für Krypto-Dienstleister gelten. Aufgrund der Verschärfung der Regulierungen im September 2021 mussten über die Hälfte der südkoreanischen Kryptowährungsbörsen schließen, da sie nicht in der Lage waren, den Vorschriften zu entsprechen.
In der Diskussion wird auch das kontroverse Thema der Bitcoin-Börsengehandelten Fonds behandelt. Obwohl solche Anlageprodukte in Südkorea verboten sind, haben sowohl die Regierungs- als auch die Oppositionsparteien ihre Absicht bekundet, lokale Bitcoin-Börsengehandelte Fonds vor der anstehenden Wahl im April auf den Markt zu bringen. Dieser Schritt deutet auf die wachsende Nachfrage nach diesen Anlageprodukten unter südkoreanischen Investoren hin.
Der bevorstehende Dialog stellt einen wichtigen Schritt zur Schaffung eines umfassenden Regulierungsrahmens für Kryptowährungen in Südkorea dar. Der Regulierungsrahmen des Landes zum Schutz von Krypto-Investoren soll im Juli dieses Jahres in Kraft treten.