Großbritannien wird den Strafverfolgungsbehörden ab dem 26. April 2024 neue Befugnisse einräumen, um Krypto-Vermögenswerte einzufrieren, die verdächtigt werden, bei Straftaten verwendet zu werden, ohne dass eine Verurteilung erforderlich ist. Diese Maßnahme ist Teil von Änderungen am Economic Crime and Corporate Transparency Act 2023.
Die in einem am 29. Februar veröffentlichten Dokument skizzierten Änderungen verleihen der National Crime Agency (NCA) die Befugnis, Krypto-Vermögenswerte, die verdächtigt werden, in illegale Aktivitäten verwickelt zu sein, zu beschlagnahmen. Dazu gehört die Möglichkeit, sie direkt von Börsen und Verwahrungs-Wallet-Anbietern abzurufen. Darüber hinaus haben die Behörden die Option, beschlagnahmte Vermögenswerte zu zerstören, in der Regel durch Übertragung in eine "Burn-Wallet".
Diese Gesetzgebung zielt darauf ab, die Fähigkeit der NCA zur Bekämpfung von Straftaten wie Cyberkriminalität, Betrug und Drogenhandel mit Kryptowährungen zu stärken. Es begegnet Bedenken, dass herkömmliche rechtliche Verfahren in einigen Fällen möglicherweise unzureichend sind, insbesondere wenn beteiligte Personen im Ausland sind und einer Verurteilung entkommen.
Trotz Bedenken hinsichtlich der möglichen Wirksamkeit dieser Maßnahmen bleibt die britische Regierung entschlossen, ihren Regulierungsrahmen für Kryptowährungen auszuweiten. Sie planen, innerhalb der nächsten sechs Monate neue Gesetze einzuführen, die Stablecoins und Krypto-Staking-Praktiken regulieren, mit dem Ziel, die Vorschriften vor den für Januar 2025 geplanten Wahlen endgültig festzulegen.