Der Finanzregulator Taiwans, die Finanzmarktaufsichtskommission (FSC), verfolgt einen zweigleisigen Ansatz für Kryptowährungen: strengere Vorschriften und potenzielle Genehmigung für Bitcoin-Spot-Börsengehandelte Fonds (ETFs).

Im September 2024 plant die FSC, einen neuen Entwurf für die Regulierung digitaler Vermögenswerte vorzuschlagen, der darauf abzielt, den Anlegerschutz zu stärken und die Branche effektiver zu überwachen. Diese Initiative erfolgt vor dem Hintergrund von Bedenken hinsichtlich der wachsenden Verbindung zwischen digitalen Vermögenswerten und dem traditionellen Finanzsystem, wie FSC-Vorsitzender Huang Tien-mu betonte. Huang warnte auch die Anleger vor möglichem Betrug und betonte, dass die neuen Vorschriften mit harten Strafen für betrügerische Praktiken einhergehen werden.

Taiwan konzentriert sich jedoch nicht ausschließlich auf das Anziehen der Zügel. Die Handelskammer veröffentlicht im April eine Studie zu Bitcoin-Spot-ETFs und deutet auf eine potenzielle Zukunft für diese Anlageprodukte innerhalb des regulierten Rahmens des Landes hin. Während die Möglichkeit von inländischen Bitcoin-Spot-ETFs begrüßt wird, warnt die FSC davor, in ausländische kryptobasierte Produkte zu investieren, aufgrund regulatorischer Unsicherheiten.

Taiwans Engagement für die Förderung einer verantwortungsbewussten Krypto-Umgebung wird auch durch die im September 2023 umgesetzten Vorschriften belegt. Diese Vorschriften verlangen von ausländischen Kryptowährungsdienstleistern, eine Genehmigung einzuholen, bevor sie im Land tätig werden dürfen, und wurden in Zusammenarbeit mit einem neu gegründeten Selbstregulierungsverband großer taiwanischer Krypto-Börsen eingeführt.